{"id":868,"date":"2016-12-17T14:06:31","date_gmt":"2016-12-17T13:06:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/?p=868"},"modified":"2016-12-17T14:06:31","modified_gmt":"2016-12-17T13:06:31","slug":"joerg-alff-der-eifelrunner-im-hanauer-anzeiger","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/2016\/12\/17\/joerg-alff-der-eifelrunner-im-hanauer-anzeiger\/","title":{"rendered":"J\u00d6RG ALFF DER EIFELRUNNER IM HANAUER ANZEIGER"},"content":{"rendered":"<p>(Quelle: Hanauer Anzeiger vom 30\/November\/2016)<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/img_11985830L_29_J\u00f6rgAlff.jpg\" rel=\"attachment wp-att-869\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignnone size-medium wp-image-869\" src=\"https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/img_11985830L_29_J\u00f6rgAlff-300x200.jpg\" alt=\"img_11985830l_29_joergalff\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/img_11985830L_29_J\u00f6rgAlff-300x200.jpg 300w, https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/img_11985830L_29_J\u00f6rgAlff-768x512.jpg 768w, https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/img_11985830L_29_J\u00f6rgAlff-1024x682.jpg 1024w, https:\/\/www.joerg-alff.de\/cms\/wp-content\/uploads\/2016\/12\/img_11985830L_29_J\u00f6rgAlff.jpg 1151w\" sizes=\"(max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Langenselbold<\/strong>. Der Langenselbolder Langstreckenl\u00e4ufer J\u00f6rg Alff hat schon zahlreiche Pokale und Medaillen geholt. Vor drei Jahren bekam er jedoch eine schreckliche Diagnose: Hodenkrebs. Doch davon lie\u00df sich der 52-J\u00e4hrige jedoch nicht entmutigen, k\u00e4mpfte sich zur\u00fcck ins Leben und musste dann einen erneuten R\u00fcckschlag hinnehmen.<\/p>\n<p class=\"artikel_datumszeile\"><strong>Artikel vom 30. November 2016 &#8211; 10:22 Uhr<\/strong><\/p>\n<div class=\"text\">\n<p><strong>Von\u00a0Hannah Pompalla<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch war immer gesund, agil und fit. Ich konnte mir das gar nicht erkl\u00e4ren, dass es ausgerechnet mich, den Sportler, trifft\u201c, sagt der sogenannte Eifelrunner. Seit 25 Jahren l\u00e4uft Alff, der im rheinland-pf\u00e4lzischen Pr\u00fcm geboren wurde, f\u00fcr seinen Heimatverein, den VfL 09 J\u00fcnkerath. Auch f\u00fcr die Laufgemeinschaft LG Vulkaneifel tritt er bei\u00a0Wettk\u00e4mpfen und Meisterschaften von 5000 Metern bis zum\u00a0Marathon an den Start.<\/p>\n<p>Als der Krebs am 12. September 2013 bei einer Vorsorgeuntersuchung entdeckt wurde, ging alles ganz schnell: Bereits am n\u00e4chsten\u00a0Tag lie\u00df sich Alff operieren. Dabei wurde der linke Hoden entfernt. Im Oktober war er wieder zu Hause.<\/p>\n<p><strong>Alff f\u00fchrt Tagebuch<\/strong><br \/>\nAnstatt das Thema zu verdr\u00e4ngen, hat sich der Sportler, der bei der Commerzbank in\u00a0Frankfurt arbeitet und seit f\u00fcnf Jahren dortiger Team Captain beim J.P. Morgan Firmenlauf ist, aktiv mit dem\u00a0Krebs befasst und f\u00fchrte Tagebuch. \u201eIch bin ganz offen mit Freunden,\u00a0Familien und Arbeitskollegen umgegangen\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Bereits vier Wochen nach der Diagnose ging Alff wieder laufen. \u201eIch habe gesp\u00fcrt, dass ich das alles noch kann \u2013 und das Laufen hat mir dabei geholfen, mit der psychischen Belastung umzugehen\u201c, erkl\u00e4rt der 52-J\u00e4hrige.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckschlag nach OP<\/strong><br \/>\nDer L\u00e4ufer feierte eine Art Comeback: Im\u00a0September 2014 holte er etwa den Westdeutschen LGV-Mannschaftstitel \u00fcber die Halbmarathon-Distanz (21,1 Kilometer) und sicherte sich auch den\u00a0Titel des WDM-Vizemeisters M50.<\/p>\n<p>Jedoch erlitt Alff zwei Jahre nach der OP einen herben R\u00fcckschlag. Bei der Nachsorge wurde ein auf zwei Zentimeter vergr\u00f6\u00dferter Lymphknoten entdeckt. \u201eDiese Zeit war noch schlimmer als der Hodenkrebs\u201c, sagt er. Denn der ihn behandelnde Chirurg des Frankfurter St. Krankenhauses schlug ihm vor, an einer neuen\u00a0Studie teilzunehmen. Diese sah eine Mischung aus Chemo- und Strahlentherapie vor.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Schlaflose N\u00e4chte&#8221;<\/strong><br \/>\nJedoch nannte der Chirurg nur den Namen der Studie. Wo diese stattfinden sollte, musste Alff selbst recherchieren. \u201eDas hat mir schlaflose N\u00e4chte bereitet\u201c, sagt Alff, der sich etwas alleine gelassen gef\u00fchlt habe. \u201eMan musste sich sozusagen als Patient selbst entscheiden, was f\u00fcr einen das Beste ist\u201c, sagt er.<\/p>\n<p>Es folgten langwierige Recherchearbeiten. Das Streuen h\u00e4tte dabei jederzeit beginnen k\u00f6nnen. \u201eEs ist schon ein komisches Gef\u00fchl, wenn man wei\u00df, dass etwas in einem w\u00e4chst und man dabei nichts sieht und f\u00fchlt\u201c, berichtet er. Schlie\u00dflich habe er mit seiner Frau Ivonne festgestellt, dass diese Studie in\u00a0D\u00fcsseldorf stattgefunden h\u00e4tte, wo er sechs Wochen lang h\u00e4tte bleiben m\u00fcssen.<\/p>\n<p><strong>Strahlentherapie im Klinikum\u00a0Hanau<\/strong><br \/>\nSolange wollte Alff jedoch nicht von zu\u00a0Hause fort, zumal diese neuartigen Therapie noch keine medizinischen\u00a0Erfolge nachweisen konnte. Somit entschied er sich f\u00fcr eine Strahlentherapie im Klinikum\u00a0Hanau. F\u00fcr die Therapie ab\u00a0Anfang M\u00e4rz dieses Jahres musste er auch nicht station\u00e4r behandelt werden. Dort f\u00fchlte er sich gut aufgehoben, und auch die moderne Abteilung begeisterte ihn.<\/p>\n<p>In der zweiten und dritten Woche ging er sogar f\u00fcr jeweils 30 Minuten joggen, obwohl er gesundheitlich geschw\u00e4cht war. Dies habe ihm sehr gut getan. \u201eMan muss etwas finden, das einem Kraft gibt. Das muss auch kein Sport sein, aber eben etwas, dass einen begeistert\u201c, betont Alff.<\/p>\n<p><strong>Reha tut gut<\/strong><br \/>\nAuch die dreiw\u00f6chige Reha in\u00a0Bad Soden-Salm\u00fcnster hat ihm gefallen. \u201eEs war eine tolle Zeit, die Reha hat mir richtig gut getan\u201c, sagt Alff. Jeden Tag herrschte ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Therapieformen. Auch der Austausch mit Gleichgesinnten habe ihm geholfen \u2013 ebenso wie das Laufen an der Salz.<\/p>\n<p>Im Mai ging er wieder arbeiten. Derzeit macht ihm allerdings eine Verletzung am Sprunggelenk zu schaffen. Diese sei schon seit einem Jahr latent vorhanden, h\u00e4tte sich aber erst im Sommer bemerkbar gemacht. Bis Ende dieses Jahres geht er noch in die Physiotherapie, und so steht statt Laufen nun erstmal unter anderem Schwimmen, Aquajogging und Mountain-Biking auf dem\u00a0Programm. In f\u00fcnf Jahren soll er dann als geheilt gelten.<\/p>\n<p><strong>R\u00fcckschl\u00e4ge als Chance betrachten<\/strong><br \/>\n\u201eIch m\u00f6chte andere Menschen dazu ermuntern, ihr Schicksal in die Hand zu nehmen und das Beste daraus zu machen\u201c, sagt er. Denn auch in seiner Karriere als L\u00e4ufer habe er gelernt, nach Niederlagen wieder aufzustehen und R\u00fcckschl\u00e4ge als Chance zu betrachten, um noch schneller und besser zu werden. Schlie\u00dflich sei die Gesundheit, sowohl k\u00f6rperlich als auch seelisch und geistig, das wichtigste, was der Mensch besitze.<\/p>\n<\/div>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>(Quelle: Hanauer Anzeiger vom 30\/November\/2016) &nbsp; Langenselbold. 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