Jörg Alff der Eifelrunner

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Lauf-Erlebnisbericht von den Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften in Ohrdruf / Thüringen am 02. Mai 2015

Lauf-Erlebnisbericht von den Deutschen 10.000-Meter-Meisterschaften in Ohrdruf / Thüringen am 02. Mai 2015

DAS war im Thüringer Land nicht so gelaufen wie ich es mir vorgestellt hatte…und manchmal kommt es eben anders trotz der intensiven Vorbereitung. Und die bärenstarke Konkurrenz der 64er Läufer ist immens und setzt sich auch in der M50 fort… Ich habe soviel getan mit TR 1x auf der Bahn und frühmorgens schon mal um 5h unterwegs so insg. 4x / 5x; und auch noch sehr gute KG mit MT bspw. mit der sog. BLACKROLL und mit dem „Rubber Band“ etc., so dass ich über die 25 Runden nur auf eine für mich enttäuschende 36:28 min. gekommen bin!!!!! Ich bin schon sehr überrascht über mich selbst, wie sich sprichwörtlich die Zeiten ändern fürs Erste jedenfalls – mein lt. 10.000er ist knapp 4 Jahre her – dass ich einfach nicht an den Vorderleuten dran sein konnte und zumindest über die Plätze 3 bis 5 mit reden konnte. Verdammt woran lags wohl?!?! Um es vorweg zu nehmen…im Gespräch mit meinem Heimtrainer und dem Verein ist einfach so, dass die Praxis über die 25 Runden einfach gefehlt hat, denn die längste Bahnstrecke ist knallhart; zudem musste ich mich nach Verletzung und Krankheit erst wieder herantasten und aufbauen. Erstmal zum Rennverlauf: Der Überflieger H.-J. Herrmann und der neue M50er H. Flum waren gleich vorne weg und liefen am Schluß unter 34 Min. Okay die waren heute auch nicht zu schlagen. Danach tat sich eine Dreier- gruppe M50 auf, von denen 2 neue M50er und ein Jg. 1961 Läufer – in 2016 M55 – sind. Die ersten Runden habe ich mich zurückgehalten und bin mit M55er Läufer zusammengelaufen. So z. B. mit dem Uwe Bernd und auch mit dem mehrfachen Deutschen Senioren-Meister Jürgen Theofel. Grade mit dem Jürgen habe ich mich abgewechselt, um an diese Läufer zusammen auch mit dem M55er Läufer Stoll heranzukommen, unrealistisch war es nicht. Aber es sollte nicht sein. Zumal z. B. der J. Hesselmann (Hünxe), den ich früher in der M50 immer geschlagen habe, heute sehr guter Vierter wurde in einer 35er Zeit, beachtlich. Man war das frustierend, ich weiß nicht wo meine schnellen Beine abgeblieben sind! Ich hab mich auch gut gefühlt am Tag X, gut eingelaufen und das ganze Programm wie gehabt abgespult, so was verlerne ich nicht, steckt in einem drin. Oder liebe Lauffreunde ist es auch so: Ich hab seit vier (!) Jahren keinen langen Bahnwettkampf mehr gehabt. Ändern kann ich an der Tatsache natürlich nichts, einfach Fakt. Und die „neuen“ M50-Läufer: Grade die neuen M50er haben es drauf, wow. Wobei man sagen muss, dass die wohl auch direkt aus der M45 quasi reingelaufen mitunter ohne Verletzungen etc. Und so ging es weiter: Kurz nach der Hälfte stieg dann auch noch der J. Theofel kurz vor mir einfach so aus dem Rennen; so schob sich der allein laufende Uwe Bernd vor, an dem ich mich zu orientieren versuchte. Auf einmal wurde der fünfte M50er Läufer Köhler (Jg. 1961) etwas langsamer und lief aussen an der Innenbahn. Man dachte ich, jetzt kann ich den noch kriegen und einholen!!! Leider hat es bei mir dann kurz gezwickt im rechten Oberschenkel Rückseite, und hat mich kurzzeitig aus dem Rhythmus geworfen. Dazu wurde der Köhler wieder schneller und hat mir am Schluß fast 40 (!) Sekunden abgenommen und blieb immerhin noch unter 36:00 Min. Ich habe mich gefanngen, konnte wieder Fahrt aufnehmen und kam in einen regelmäßigen Lauf herein. Das hat leider nichts geholfen für nach vorne, ich lief allein die letzten ca. neun Runden und lief so mit letzter Kraft und Anstrengung ins Ziel mit der Endzeit 36:28 min. Ich dachte das kann nicht sein, wenigstens noch so unter 36, aber nein, das war abzusehen und jetzt auch nicht mehr zu ändern, Punkt. Wenn ich bedenke; in 2010 beim Silberlauf M50 lief ich noch 33:30 min. Und jetzt fünf Jahre bzw. „gesunde“ drei Jahre danach – 2012 / 2014 / 2015 – laufe ich 3 (!) Min. mehr für die 10.000 Meter. Interessant was der Stadionsprecher im Rund erzählt hat – die haben sich abgewechselt für die Läufe und waren sehr gut vorbereitet mit Zahlen, Fakten und Platzierungen: In jedem Lebensjahr soll man(n) angeblich eine Minute verlieren auf seine Zeit!!! Ist das wirklich so in einer einfachen Formel zusammen zu fassen? Naja wie auch immer;-))) UND stellt Euch mal vor: Wenn jetzt noch die anderen Cracks am Start gewesen wären, wie z. B. der Jäkel aus NRW, der Prieske aus Hamburg, oder auch der Dr. Hinze vom SSC Hanau-Rodenbach…und…Dann wäre ein TOP 10 Platz eine echte Herausforderung geworden. Die SIEGEREHRUNG war doch noch ganz schön, wenn auch nicht versöhnlich für mich. Manche von Euch kennen mich, ich bin oft nicht so zufrieden – aber nur so kann man am Traumziel festhalten; denke ich doch z. B. an meinen unglücklichen 4. Platz über die DM 10km in Ohrdruf im Sept. 2010!!! Die Urkunde hat Platz 6 bestätigt und ich habe allen Läufern auf dem Podium und nebendran gratuliert; der 7. und somit Letztplatzierte war nicht dabei. Danach schaute ich mir noch die tollen Rennen der Jungs und Mädels an und musste dann aber gegen 19:00 h zum Bus laufen bei der Kirche um von Ohrdruf bis nach Gotha zu gelangen; dort habe ich eine 3/4 Stunde gewartet. Dann ging es direkt in 2 Std. mit dem IC nach Frankfurt. UND am Montag in der Frü war ich beim Doc: Ich habe eine kleine Einblutung im rechten Oberschenkel Rückseite und bekam obendrein einen Zink-Leim-Verband verpasst bis zum Do. Der wirkt super und ich kann Ende der Woche Anfang der neuen wieder auf die Gass‘ gehen…Schon irre, dass ich mich auch noch so leicht verletzen musste, dabei konnte ich noch ganz ordentlich auslaufen und auch zu Busse und Bahn bis hin nach Frankfurt recht gut gehen, ok es hat schon ein bißchen gekratzt an der Muskeloberseite; schlimmer hätte es auch kommen können. Ein „echter“ Muskelfaserriß ist halt was anderes;-))) Und just heute am Donnerstag war die Einblutung soweit ausgeheilt, eine erste Stoßwellentherapie, Kinesiotape in schwarz drauf und los geht’s mit lockerem Einlaufen. Zum Abschluß gibt’s am nächsten Montag noch eine 2. ESWT drauf!!! – Das wars und der Blick richtet sich auf Seligenstadt und die Marathonstaffel!!!!!!